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Coins im Nachlass – Was tun?

Krypto Coins im Nachlass – Was tun? Ein Leitfaden für Hinterbliebene in Österreich

Die Entdeckung von Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ethereum im Nachlass einer verstorbenen Person kann zahlreiche Herausforderungen mit sich bringen. In Österreich nutzen Hunderttausende Menschen Krypto-Wallets oder Börsen, doch oft fehlt eine klare Dokumentation und Anweisungen, wie die Erben auf diese digitalen Vermögenswerte zugreifen können. Viele bedenken nicht, dass Krypto Coins im Nachlass ohne die richtigen Schritte für immer verloren gehen können. Dieser Blogbeitrag bietet praktische Anleitungen, um Kryptowährungen in Österreich zu sichern und ins Erbe einzubringen.

Warum sind Krypto Coins im Nachlass eine Herausforderung?

Kryptowährungen sind digitale Vermögenswerte, die oft in privaten Wallets (z. B. auf Hardware-Geräten) oder auf Online-Börsen wie Bitpanda, Binance oder Coinbase gespeichert sind. Der Zugriff erfordert Passwörter, Private Keys oder Seed Phrases (12–24 Wörter). Ohne diese Informationen sind die Coins für Erben unerreichbar. Auch andere Stellen (wie Banken oder Notare) können nicht helfen, da es keine zentrale Stelle wie bei einem Bankkonto gibt. Internationale Plattformen haben zudem oft strenge Richtlinien, die die Nachlassabwicklung erschweren.

Praktische Schritte: Was tun mit Krypto Coins im Nachlass?

Wenn Sie Hinweise darauf haben, dass der Verstorbene Kryptowährungen besaß, helfen Ihnen diese Schritte, die Coins zu finden und zu sichern:

  1. Spuren systematisch verfolgen
    Beginnen Sie mit einer gründlichen Suche nach Hinweisen in der Umgebung des Verstorbenen. Stellen Sie sich vor, Sie suchen nach einem verborgenen Schatz – jeder Hinweis zählt! Achten Sie auf:
    • Physische Hinweise: Notizen in Schubladen, Tagebüchern oder Safes, die Seed Phrases (z. B. „cloud, river, star“) oder QR-Codes enthalten könnten. Ein Beispiel aus unserer Praxis: Eine Erbin fand eine Seed Phrase auf einem Zettel in einem alten Buch, das der Verstorbene oft las.
    • Digitale Hinweise: E-Mails mit Bestätigungen von Börsen wie Bitpanda, Binance oder Coinbase, Dateien auf Computern mit Namen wie „krypto“, oder Krypto-Apps wie MetaMask oder Trustwallet auf dem Smartphone.
    • Ungewöhnliche Orte: Manche Menschen verstecken Hinweise kreativ, z. B. in Fotoalben oder hinter Bilderrahmen.
      Tipp: Arbeiten Sie methodisch und notieren Sie Fundorte, um den Überblick zu behalten. Vermeiden Sie das Scannen unbekannter QR-Codes auf unsicheren Geräten, da Betrugsfälle bekannt sind.
  2. Krypto-Börsen gezielt ansprechen
    Wenn Sie Hinweise auf ein Konto bei einer Börse finden, kontaktieren Sie die Plattform direkt. Österreichische Anbieter wie Bitpanda sind oft schneller und kooperativer als internationale Börsen. Bereiten Sie alle Dokumente vor, die die Plattform benötigt (z.B. Identitätsnachweis, Sterbeurkunde). Seien Sie geduldig, da der Prozess einige Zeit in Anspruch nehmen kann.
  3. Seed Phrases für private Wallets aufspüren
    Für Coins in privaten Wallets (z. B. auf Hardware wie Ledger oder Software wie Electrum) ist die Seed Phrase entscheidend. Suchen Sie in:
    • Persönlichen Gegenständen
    • Digitalen Speichern: Überprüfen Sie Cloud-Dienste wie Google Drive oder Dropbox auf Dateien mit Namen wie „krypto“ oder „wallet“. Prüfen Sie auch E-Mail-Entwürfe, da manche dort sensible Daten speichern. ACHTUNG: Wir raten davon ab, Seed Phrases und Zugangsdaten in Cloud Speichern oder auch sonst in digitaler Form (als Text oder Foto) zu speichern.
    • Passwort-Managern: Apps wie Keypass oder 1Password könnten die Seed Phrase enthalten.
      Wichtig: Unsichere Zugriffsversuche können die Wallet sperren.
  4. Coins sicher verwahren
    Sobald Sie Zugriff auf die Coins haben, hinterlegen Sie die Seed Phrase in einem Tresor oder bei einem unserer Partneranwälte. Bevor Sie Coins übertragen, sollten Sie abklären, ob sie erbrechtlich dazu berechtigt sind.
  5. Experten für komplexe Fälle hinzuziehen
    Wenn Hinweise fehlen oder die Technik überfordert, sind spezialisierte Dienstleister wie SafeKey die Lösung. Wir bieten:
    • Datenforensik, um Krypto-Vermögen zu finden.
    • Blockchain-Analyse, um Transaktionen nachzuverfolgen.
    • Erbrecht- und Steuerrecht-Experten, die Sie vor rechtlichen Fallstricken bewahren und Sie dabei unterstützen, das Vermögen rechtssicher in den Nachlass einzubringen.

Rechtliche und steuerliche Hinweise

In Österreich sind Kryptowährungen grundsätzlich wie auch jedes andere Vermögen vererbbar. Die Herausforderungen liegen in der Praxis häufig darin, Zugriff auf die Wallets und darin befindlichen Coins zu erhalten.

Erbschaften unterliegen (Stand 2025) keiner Erbschaftssteuer. Allerdings können Fragen in Zusammenhang mit Kapitalertragssteuer und Einkommensteuer auftreten. Unsere Experten schaffen gerne Klarheit. Vereinbaren Sie jetzt ein kostenloses Erstgespräch.

Tipps, um Fehler zu vermeiden

  • Sicherheit gewährleisten: Verwenden Sie sichere Geräte und vermeiden Sie öffentliche WLANs, um Seed Phrases oder Wallets zu öffnen.
  • Dokumentation führen: Notieren Sie alle Funde und Schritte, um spätere Fragen (z. B. steuerliche) zu beantworten.
  • Vertrauen auf Experten: Wir bei SafeKey bieten maßgeschneiderte Lösungen, um den Nachlass sicher abzuwickeln.

Fazit: Coins im Nachlass – was tun? Jetzt aktiv werden!

Suchen Sie systematisch nach Hinweisen, kontaktieren Sie Börsen und sichern Sie gefundene Coins. Mit professioneller Unterstützung können Sie verhindern, dass wertvolle Kryptowährungen verloren gehen.

Wir bei SafeKey helfen Ihnen, den Nachlass sicher und effizient abzuwickeln – von der Suche nach Seed Phrases bis zur Übertragung der Coins. Vereinbaren Sie jetzt ein kostenloses Erstgespräch.

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